Unterrichtsforschung zur interreligiösen Kompetenzentwicklung – Pilotprojekt des KIBOR

Interreligiöse Bildung ist eine gesellschaftliche Überlebensfrage. Viele Unternehmen stellen sich der interkulturellen Herausforderung und setzen auf Mitarbeitende, die die Bereitschaft mitbringen, sich in kulturell und religiös heterogene Arbeitsgruppen einzubringen. Die Herausforderungen in einer pluralen Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Ethnien, Sprachen, Prägungen und Religionen zusammenleben, zeichnen sich immer dramatischer ab. Interreligiöse Kompetenzentwicklung von Jugendlichen gehört zur Bewältigung wachsender Komplexität in Arbeit und Gesellschaft bildungstheoretisch und -praktisch dazu.
In einem Pilotprojekt untersuchte das KIBOR in einem qualitativ-empirischen Forschungsdesign kommunikative und didaktische Prozesse im konkreten Religionsunterricht in der dialogischen Thematisierung der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Innerhalb der berufsbildenden Schulen wird der Religionsunterricht häufig im Gaststaus mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Religionen erteilt. Dies eröffnete für die Untersuchung, die auf interreligiöse Kompetenzentwicklung zielt, eine zusätzliche, religionspädagogisch innovative Perspektive.
Untersucht wurden im vorliegenden Forschungsprojekt drei Unterrichtseinheiten mit sechs Einzelstunden. Zur exemplarischen Prüfung wurden die Unterrichtsprojekte in drei verschiedenen Bundesländern durchgeführt (Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen) und es wurden außerdem zwei verschiedene Schularten gewählt: eine sozialpädagogische und eine gewerbliche Schule.
Zur Dokumentation des Projekts und seiner Ergebnisse wurde folgende Monographie herausgegeben:
Albert Biesinger, Klaus Kießling, Josef Jakobi, Joachim Schmidt (Hg.):Interreligiöse Kompetenz in der beruflichen Bildun. Pilotstudie zur Unterrichtsforschun, Münster: LIT Verlag 2011 (Seiten: 167, ISBN 978-3-643-10796-1).
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