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Studientag zum Interreligiösen Lernen am 18.1.2010

Montag, 22.02.2010

Interreligiöse Bildung ist eine gesellschaftliche Überlebensfrage. Viele Unternehmen stellen sich der interkulturellen Herausforderung und setzen auf Mitarbeitende, die die Bereitschaft mitbringen, sich in kulturell und religiös heterogene Arbeitsgruppen einzubringen. Die Herausforderungen in einer pluralen Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Ethnien, Sprachen, Prägungen und Religionen zusammenleben, zeichnen sich immer dramatischer ab. Interreligiöse Kompetenzentwicklung von Jugendlichen gehört zur Bewältigung wachsender Komplexität in Arbeit und Gesellschaft bildungstheoretisch und -praktisch dazu.

Um dieser Herausforderung im Blick auf den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen zu begegnen, lud das KIBOR Tübingen zu einem Fachgespräch ein, bei dem erste Ergebnisse eines Unterrichtsforschungs-Projektes vorgestellt und diskutiert wurden, die das Katholische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) erarbeitet hat. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Ergebnisse sich aus der Forschung für die konkrete Praxis des RU ergeben und welche Fragestellungen für die Zukunft wichtig sind.
 
Das Unterrichtsforschungs-Projekt „Interreligiöse Kompetenzentwicklung in der Berufsbildung“ untersuchte in einem qualitativ-empirischen Forschungsdesign kommunikative und didaktische Prozesse im konkreten Religionsunterricht in der dialogischen Thematisierung der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Innerhalb der berufsbildenden Schulen wird der Religionsunterricht in der Regel mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Religionen erteilt. Dies eröffnet für die geplante Untersuchung, die auf interreligiöse Kompetenzentwicklung zielt, eine zusätzliche, religionspädagogisch innovative Perspektive.
 
Untersucht wurden im vorliegenden Forschungsprojekt drei Unterrichtseinheiten mit maximal sechs Einzelstunden. Zur exemplarischen Prüfung wurden die Unterrichtsprojekte in drei verschiedenen Bundesländern durchgeführt (Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen) und es wurden außerdem drei verschiedene Schularten gewählt: eine sozialpädagogische, eine kaufmännische und eine gewerbliche Schule.

Weitere Informationen sowie erste Forschungsergebnisse können Sie hier downloaden.